01.01.2026 - 12:00 - Reutlingen
Reutlingen (ots) -
Zum Jahreswechsel kam es in allen vier Landkreisen im Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums zu circa 400 Einsätzen. Hierbei handelte sich bei einer Mehrheit der polizeilichen Einsätze um Ruhestörungen, Streitigkeiten, Sachbeschädigungen und Ordnungsstörungen. Zudem wurden mehrere Körperverletzungsdelikte angezeigt und aufgenommen. Schwere Straftaten im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel wurden nicht bekannt. Mehr als 80 kleinere Brände, die zumeist auf einen falschen Umgang mit Feuerwerkskörpern zurückzuführen waren, wurden von den Feuerwehren gelöscht. Hierbei kamen verschiedentlich Hecken, Bäume, Altkleidercontainer, ein Dixie-Klo und teilweise Gartenmöbel zu Schaden. Zwei Jugendliche verletzten sich im Umgang mit Feuerwerkskörpern schwer und mussten jeweils in Kliniken verbracht werden. In der Gesamtschau verlief der Jahreswechsel im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen arbeitsintensiv, aber ohne herausragende Vorkommnisse.
Gegen 00.10 Uhr wurde in Ammerbuch-Poltringen in der Engelstraße ein leerstehendes Wohngebäude durch einen Feuerwerkskörper entzündet. Die Feuerwehr konnte dieses schnell löschen, verletzt wurde hierbei niemand. Der Gebäudeschaden wird auf 70.000 Euro geschätzt.
In Leinfelden sprengten Unbekannte kurz vor Mitternacht mittels eines Feuerwerkskörpers ein Dixie-Klo in der Germanenstraße und verursachten hierbei einen Schaden von ca. 1.000 Euro.
In Filderstadt-Plattenhardt warfen zwei noch unbekannte Täter einen Feuerwerkskörper in einen Altkleidercontainer an der Ecke Finkenstraße / Römerstraße und setzten diesen dabei in Brand. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Der Schaden wurde auf ca. 2.000 Euro beziffert.
In Nürtingen geriet um 00.30 Uhr das Mobiliar eines Balkones im EG eines Hochhauses in der Strasse Am Kichert in Brand. Mutmaßlich dürfte dies durch eine Feuerwerksrakete geschehen sein. Durch den Balkonbrand entstand ein Schaden von ca. 10.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
In Denkendorf schoss eine dreiköpfige Gruppe Jugendlicher um 00.50 Uhr in der Eichersteige eine Feuerwerksrakete ab, die wiederum in der Nähe einer 17-Jährigen explodierte. Diese wurde hierbei leicht verletzt und erlitt einen Schock. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern an.
In Tübingen wurden in der Uhlandstraße gegen 00.10 Uhr mehrere Silvesterraketen durch unbekannte Täter in eine Menschenmenge abgefeuert. Hierbei zog sich eine 80-jährige Frau leichte Verletzungen zu. Eine Behandlung durch den Rettungsdienst war nicht erforderlich.
Ein 17-Jähriger erlitt in der Autenriehtstraße in Tübingen gegen 00.10 Uhr durch den unsachgemäßen Umgang mit einem Feuerwerkskörper schwere Verletzungen an der Hand, nachdem er in eben dieser explodierte. Er musste in eine Klinik verbracht werden.
In Kirchentellinsfurt erlitt ein 15-Jähriger um 00.04 Uhr in der Wilhelmstraße schwere Gesichtsverletzungen nachdem eine Feuerwerksbatterie unmittelbar nach dem Entzünden auslöste. Er musste ebenfalls in eine Klinik verbracht werden.
In Grosselfingen erlitt ein 4-jähriges Kind durch einen umherfliegenden Feuerwerkskörper in der Bruderschaftsstraße leichte Verbrennungen an Gesicht und Ohr, nachdem sie von diesem getroffen wurde. Ein Verantwortlicher konnte nicht ausfindig gemacht werden. Eine Behandlung vor Ort durch den Rettungsdienst war nicht nötig.
Reutlingen (RT): Balkonbrand durch Feuerwerk ausgelöst
Sachschaden in Höhe von circa 30.000 Euro ist das Ergebnis eines Brandes, welcher am frühen Neujahrsmorgen in Sondelfingen entstanden ist. Gegen 00.30 Uhr teilte ein Anwohner mit, dass aus einem Hochhaus im Grenzweg heraus Feuerwerkskörper auf die vor dem Anwesen abgeparkten Fahrzeuge geworfen werden. Beim Eintreffen der ersten Polizeistreife konnte ein Balkon in einem oberen Stockwerk in Vollbrand stehen festgestellt werden. Die alarmierte Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und 23 Einsatzkräften vor Ort, räumte das gesamte Objekt und konnte den Brand löschen. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass ein Feuerwerkskörper auf dem Balkon landete und diesen, sowie die angrenzende Küche, in Brand setzte. Die 84-jährige Wohnungsinhaberin gelangte rechtzeitig zu ihrer Nachbarin und blieb unverletzt. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zum Feuerwerkswerfer, werden durch den Polizeiposten Reutlingen Nord geführt
Pfullingen (RT): Verkehrsunfall mit leicht verletztem Kind
Leichte Verletzungen hat ein 3-jähriges Kind bei einem Verkehrsunfall am Mittwochnachmittag auf der Bundesstraße 312 erlitten. Gegen 15.15 Uhr war die Familie mit ihrer Mittelklasse-Limousine von Pfullingen in Richtung Unterhausen unterwegs, als der Pkw aufgrund von Glätte von der Fahrbahn abkam und schlussendlich an einer abfallenden Böschung zum Stehen kam. Das Kind wurde vom Rettungsdienst vor Ort erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht. Die weiteren Insassen blieben unverletzt. Ein Fremdschaden entstand nicht. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme wurde der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet.
Bad Urach (RT): Dachstuhl in Brand geraten
In der Silvesternacht ist es in Bad Urach zum Dachstuhlbrand eines Mehrfamilienhauses gekommen. Gegen 00.30 Uhr wurde die Leitstelle zu einem Brand an einem Mehrfamilienhaus in der Breitensteinstraße alarmiert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte und der Polizei konnten offene Flammen am Dachfirst einer Gaube festgestellt werden. Das Dach musste von der Feuerwehr teilweise abgedeckt und die Dämmung entfernt werden. Die Feuerwehr, welche mit 66 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen vor Ort waren, konnte den Brand löschen. Die Bewohner wurden nicht verletzt. Eine Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Der Schaden am Gebäude beläuft sich auf ca. 120.000 Euro. Das Polizeirevier Metzingen hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Bad Urach (RT): Brand mit hohem Sachschaden
Am Mittwoch, gegen 17.40 Uhr, ist es in der Straße Am Forst zu einem Wohnungsbrand gekommen. Als ein installierter Rauchmelder plötzlich Alarm schlug, bemerkte die dort lebende Familie Rauch und im weiteren Verlauf Flammen aus einem Schrank. Die Bewohner verließen daher sofort ihre Wohnung. Durch das Feuer und den Rauch wurde die gesamte Wohnung stark beschädigt. Das Gebäude war ab dem vierten Stockwerk nicht mehr bewohnbar, weshalb die Bewohner anderweitig unterkommen mussten. Der Schaden wird derzeit auf circa 500.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an.
Hohenstein (RT): Von der Fahrbahn abgekommen und Sachschaden verursacht
Am frühen Mittwochabend, um 18.30 Uhr, befuhr ein 37-jähriger Fahrzeuglenker mit seinem VW die Hauptstraße in Hohenstein. Hierbei kam er, ersten Erkenntnissen zufolge, alkoholbedingt nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen ein Verkehrsschild und einen größeren Stein. Durch die Wucht des Aufpralles splitterte der größere Stein in mehrere Bruchstücke, welche umherflogen. Eines dieser Bruchstückte beschädigte ein im Nahbereich geparktes Fahrzeug. Nach dem Zusammenstoß mit dem Stein fuhr der Unfallverursacher noch wenige Meter weiter. Hierbei beschädigte er noch eine Straßenlaterne, ein weiteres Verkehrsschild und das dortige Erdreich. Der Unfallverursacher ließ sein Fahrzeug noch vor Eintreffen der Polizei an seine Wohnanschrift abschleppen und begab sich im Anschluss zu Fuß zurück an die Unfallstelle. Er räumte seine Fahrereigenschaft ein. Vor Ort konnten Anzeichen einer Alkoholbeeinflussung festgestellt werden. Neben dem Führerschein musste der Fahrzeugführer auch eine Blutprobe abgeben. Der entstandene Sachschaden wird auf 25.000 Euro beziffert.
Wittlingen (RT): Von Zeugen auf Kellerbrand aufmerksam gemacht
Sachschaden in bislang unbekannter Höhe ist das Ergebnis eines Brandes in einem alten Bauernhaus. Gegen 03.30 Uhr wurde durch die Integrierte Leitstelle ein brennender Kellerraum gemeldet. Die Feuerwehr, welche mit insgesamt sieben Fahrzeugen und 50 Einsatzkräften vor Ort war, bekam das Feuer zeitnah unter Kontrolle. Im Nachgang zur Brandlöschung konnte in dem aus massiven Steinen gemauerten Untergeschoss verbrannte Gartenmöbel, gelbe Säcke und eine Katzenmatratze aufgefunden werden. Die Ermittlungen zur bislang unbekannten Brandursache werden durch den Polizeiposten Bad Urach geführt. Die Hausbewohner, die sich zum Zeitpunkt des Brandes im Haus befanden, wurden durch vorbeifahrende Zeugen geweckt, auf den Brand aufmerksam gemacht und blieben somit unverletzt.
Kirchheim unter Teck (ES): Von der Fahrbahn abgekommen
Am Donnerstagmorgen ist es auf der L1201 auf der Notzinger Steige zwischen Notzingen und Kirchheim zu einem Verkehrsunfall mit einer schwer verletzten Person gekommen. Gegen 07.00 Uhr befuhr der 16-jährige Fahrzeugführer ohne im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein die Notzinger Steige bergab in Richtung Kirchheim und kam in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab. Anschließend kollidierte der Pkw mit der Leitplanke, wurde von dieser abgewiesen und prallte anschließend gegen einen Baum. Die Feuerwehr war mit neun Fahrzeugen, 29 Einsatzkräften und der Rettungsdienst mit sechs Fahrzeugen, einem Rettungshubschrauber und 15 Einsatzkräften vor Ort. Der Pkw musste mitsamt Fahrer mit einem Kran aufwendig aus dem Baum gehoben werden. Der Fahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik eingeliefert. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste durch ein Abschleppunternehmen versorgt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 35.000 Euro. Die Notzinger Steige musste im Zeitraum der Unfallaufnahme gesperrt werden. Die Verkehrspolizei Esslingen hat die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen.
Balingen (ZAK): Nach Silvesterfeier verunfallt
Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall ist es am frühen Neujahresmorgen am Kreisverkehr zwischen der L442 und der Tieringer Straße gekommen. Eine 29-jährige Fahrzeuglenkerin verlor gegen 03.00 Uhr aus unbekannter Ursache die Kontrolle über ihren Peugeot 207. Hierbei überfuhr sie den Kreisverkehr nahezu geradlinig, kollidierte mit zwei Verkehrsschildern und im Anschluss mit einer Steinmauer. Die Unfallverursacherin erlitt hierdurch schwere Verletzungen und wurde nach der Behandlung durch den Rettungsdienst in eine Klinik verbracht. Der Peugeot musste aufgrund starker Beschädigungen abgeschleppt werden. Im Verlauf der Ermittlungen vor Ort wurde bekannt, dass die Fahrzeuglenkerin sehr wahrscheinlich unter alkoholischer Beeinflussung stand. Die 29-Jährige musste daher in der Klinik noch eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Es entstand ein Sachschaden am Fahrzeug von ca. 25.000 Euro und an den Verkehrsschildern in Höhe von ca. 1.000 Euro. Neben der Polizei und dem Rettungsdienst befand sich noch die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.
Balingen (ZAK): Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten
Am Mittwoch, gegen 19.50 Uhr, ist es auf der Bundesstraße 27 zu einem schweren Verkehrsunfall auf winterglatter Fahrbahn gekommen. So befuhr ein 38 Jahre alter Mann aus Balingen zusammen mit einem weiteren Familienangehörigen in einem Peugeot 206 die B27 von Dotternhausen kommend in Fahrtrichtung Balingen. In einer Kurve kam er dann aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf winterglatter Fahrbahn zunächst nach links auf die Gegenfahrbahn und nachfolgend nach rechts von der Fahrbahn ab. Im dortigen, abschüssigen Gelände überschlug sich der Pkw, prallte gegen ein Verkehrszeichen sowie einen Baum und kam auf dem Dach in Endlage. Beim Fahrzeugführer konnte zudem Atemalkoholgeruch festgestellt werden. Ein bei ihm durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von über einem Promille, weshalb eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein sichergestellt wurde. Am Pkw entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 3.000 Euro.
Balingen (ZAK): Mit Luftgewehr hantiert und Polizeieinsatz ausgelöst
Am Mittwochnachmittag löste ein fahrlässiger Umgang mit einem Luftgewehr einen Polizeieinsatz aus. Gegen 15.15 Uhr teilte ein Passant der Polizei Jugendliche mit, welche im Bereich der Goldersbergstraße in Balingen-Heselwangen auf dem Balkon eines Wohnhauses mit einem Luftgewehr hantierten. Vor Ort konnte die Funkstreifenwagenbesatzung den 17-jährigen Jugendlichen und den 20-jährigen Heranwachsenden antreffen. Mit den Beteiligten wurde ein belehrendes Gespräch geführt und die Ernsthaftigkeit der Situation erläutert. Diese zeigten sich einsichtig und händigten das Luftgewehr freiwillig der Polizei aus.
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