23.03.2026 - 08:17 - Mecklenburg-Vorpommern
Pasewalk (ots) -
Bundespolizisten des Fahndungstrupps der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt konnten auf der Bundesautobahn 11 einen Bandendiebstahl verhindern.
Sie hatten auf der Bundesautobahn 11, Höhe Autobahnkilometer 90 in Fahrtrichtung Polen, einen LKW mit amtlichen polnischen Kennzeichen sowie einen Pkw mit polnischer Zulassung festgestellt.
Als die Beamten die Fahrzeuge stoppen wollten ignorierten die Kraftfahrer die Anhaltesignale.
Den Beamten gelang es im Weiteren den Lkw auf Höhe des Autobahnkilometers 102 auf dem Standstreife zu stoppen.
Im Fahrzeug befanden sich ein 34- jähriger Ukrainer und ein 21- jähriger Pole.
Der Fahrer händigte auf Verlangen seinen gültigen ukrainischen Reisepass, seinen polnischen Aufenthaltstitel und seine polnische Fahrerlaubnis aus. Der Beifahrer legte den Beamten seine gültige polnische ID-Karte vor.
Auf der Ladefläche des LKW befanden sich zwei Kleintraktoren der Marke JOHN DEERE.
An einem der Traktoren befand sich ein amtliches Kennzeichen, beim zweiten Traktor handelte es sich um ein Neufahrzeug.
Es bestand der Verdacht, dass die festgestellten Traktoren aus strafbaren Handlungen stammen.
Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen und dem Bundespolizeirevier in Pomellen zugeführt.
Durch eine weitere Bundespolizeistreife konnte zeitgleich der zuvor vor dem Lkw fahrende polnische Pkw kontrolliert werden.
Im Fahrzeug befanden sich 3 männliche polnische Staatsangehörige.
Der Aufforderung für die Herausgabe von Personaldokumenten kam keine der Personen nach, zudem reagierte im Weiteren keine der Personen auf Ansprachen der Beamten.
Nach mehrfacher Aufforderung sich auszuweisen, händigte der Kraftfahrer seinen polnischen Reisepass aus. Der Beifahrer zeigte nach weiteren mehrmaligen Aufforderungen polnische Identitätskarten für sich und seinen 12-jährigen Sohn auf dem Handy vor.
Die fahndungsmäßige Überprüfung zum Fahrzeugführer ergab keine aktuellen Fahndungsnotierungen, er war aber bereits polizeilich wegen des Besonders schweren Fall des Diebstahls bekannt.
Die Beamten entschlossen sich das Fahrzeug zu durchsuchen. Der Kraftfahrer wurde dafür aus dem Auto gebeten. Während der Maßnahme verhielten sich sowohl der Fahrer als auch der Beifahrer unkooperativ. Aufgrund des immer aggressiver werdenden Verhaltens der Männer wurden beide gefesselt und zur Eigensicherung durchsucht.
Während der Durchsuchung des Fahrzeuges konnten diverse Bolzenschneider, Akkugeräte (Flex etc.), Schlüssel (Rohlinge), Handschuhe, Überziehmasken und eine große Anzahl "kleiner Werkzeuge" (Schraubendreher etc.) festgestellt werden.
Über das Mobiltelefon des Beifahrers konnte ein telefonischer Kontakt zum Telefon des Beifahrers des Lkw hergestellt werden.
Im Rahmen der ersten Ermittlungen wurde bekannt, dass die im Lkw festgestellten Traktoren in der Nacht vom 19.03. zum 20.03.2026 von einem Firmengelände in Templin entwendet wurden. Der Wert der Traktoren beläuft sich auf
ca. 140.000,00 EUR.
Der Sachverhalt wurde zuständigkeitshalber der Kriminalpolizei in Anklam übergeben.
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