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(1256) Sicherheit im öffentlichen Raum - Das Sachgebiet für Ordnungs- und Schutzaufgaben informiert anlässlich des Sicherheitstages 2021

Mittelfranken (ots) -

Ein umfangreiches Versammlungs- und Veranstaltungsgeschehen, die Überwachung von Infektionsschutzbestimmungen, das Einschreiten bei gewalttätigen Auseinandersetzungen oder Angriffe auf Beamte - die mittelfränkische Polizei ist durch ein umfangreiches Spektrum an Einsatzszenarien gefordert. Gerade in den letzten Monaten mussten die Einsatzkräfte immer wieder dort eingreifen, wo zunächst friedliche Nachtschwärmer einen ruhigen Abend verbrachten, die Stimmung dann aber kippte. Der Leitende Polizeidirektor Herbert Donner - Sachgebietsleiter für Ordnungs- und Schutzaufgaben beim Polizeipräsidium Mittelfranken - erläutert anlässlich des Sicherheitstags 2021 am kommenden Freitag (17.09.2021) die Einsatzphilosophie der mittelfränkischen Polizei und stellt erneut klar: "Wir wollen nicht als Spielverderber auftreten. Wenn aber Straftaten im öffentlichen Raum das Sicherheitsgefühl beeinträchtigen oder sogar Einsatzkräfte angegriffen werden, greifen wir konsequent durch."

Nicht zuletzt aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen der Gastronomie hat sich vor allem das Nachtleben in den Frühjahrs- und Sommermonaten verstärkt im öffentlichen Raum abgespielt. Gerade in den Stadtgebieten von Nürnberg, Fürth und Erlangen führten geschlossene Clubs und Diskotheken bei gutem Wetter viele junge Menschen auf öffentliche Plätze und in Parkanlagen. "Spätestens mit dem weitgehenden Wegfall der Kontaktbeschränkungen spricht grundsätzlich auch nichts dagegen", betont Herbert Donner. Sein Sachgebiet für Ordnungs- und Schutzaufgaben beim Polizeipräsidium Mittelfranken ist zuständig für die Planung und Koordinierung von Einsätzen im Zusammenhang mit der Sicherheit im öffentlichen Raum. Das polizeiliche Einsatzgeschehen im Zuständigkeitsbereich wartet dabei gerade an den Wochenenden mit teilweise deutlich über 1000 Einsätzen pro Tag auf. Einschreiten müssen die Beamten in diesem Zusammenhang insbesondere dann, wenn es zu Straftaten oder erheblichen Ordnungsstörungen kommt. Die Erfahrungen der letzten Wochen zeigen jedoch, dass für die Polizeibeamten auch vermeintlich geringfügige Anlässe wie Ruhestörungen jederzeit zu einem Großeinsatz führen können.

Die Auswertung der Einsatzzahlen offenbart die Dimensionen: An einem exemplarischen Wochenende im Juni gingen in der mittelfränkischen Einsatzzentrale mehr als 450 Anrufe allein wegen Ruhestörungen ein. Teilweise beschweren sich Anwohner bei diesen Anrufen über diskoähnliche Zustände in den Innenstädten. Oft gehen diese Lärmbelästigungen von tragbaren Musikboxen aus, die von Feiernden mitgeführt werden. "Natürlich wird bei der Lautstärke des Nachtlebens in der Nürnberger Innenstadt ein anderer Maßstab angelegt werden müssen wie in einem beschaulichen Dorf auf dem Land", erklärt Donner. "Aber wenn einzelne Personen oder Gruppen mitten in der Nacht einen ganzen Straßenzug beschallen ist die Grenze sicherlich überschritten".

Leider müssen die Einsatzkräfte der Polizei immer wieder feststellen, dass sich die Stimmung der Menschen zu späterer Stunde aufheizt. Mutmaßlich alkoholbedingt entstehen dabei innerhalb oder zwischen zunächst friedlichen Personengruppen Streitigkeiten. In der Folge kommt es zu handfesten Auseinandersetzungen mit Beleidigungen oder gar tätlichen Angriffen. Besonders besorgniserregend ist es für den Leitenden Polizeidirektor, dass sich diese Gewalt immer wieder an Einsatzkräften entlädt: "Das ist eine erschreckende Entwicklung, aber wir haben darauf reagiert und zeigen seit Monaten eine verstärkte Präsenz an den neuralgischen Örtlichkeiten in den betroffenen Städten". Regelmäßig müssen unsere Dienststellen hierbei auch von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei unterstützt werden. Nach wie vor setzen die Beamten dabei auf Deeskalation und suchen frühzeitig das direkte Gespräch mit den betroffenen Leuten und Gruppen. "Wenn aber Straftaten begangen oder sogar unsere Kolleginnen und Kollegen angegangen werden, greifen wir konsequent durch! Gerade für unbeteiligte Bürgerinnen und Bürger soll es durch alkoholisierte oder gewaltbereite Straftäter nicht zur Entstehung von Angsträumen kommen. Es ist unser Ziel, dass sich in Mittelfranken Jedermann zu Jederzeit sicher bewegen kann."

Auch am bevorstehenden Sicherheitstag (17.09.2021) wird die mittelfränkische Polizei im öffentlichen Raum auf eine verstärkte Präsenz setzen. In Nürnberg bedeutet dies, dass an den Knotenpunkten Hauptbahnhof und Plärrer sowie den einschlägigen Plätzen und Parkanlagen der Innenstadt vermehrt Einsatzkräfte tätig werden. Dabei werden diese auch wieder von Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei und der mittelfränkischen Reitergruppe unterstützt.

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In Mittelfranken beteiligen sich neben den Schutz- und Verkehrspolizeidienststellen auch die Kriminalpolizei und die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen mit entsprechenden Aktionen an dem Sicherheitstag.

Schwerpunkt des Aktionstages werden zum einen umfangreiche Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen zur intensiven, länderübergreifenden Bekämpfung von Straftaten im öffentlichen Raum sein. Zum anderen möchte die Polizei an zahlreichen Informationsständen in ganz Mittelfranken über aktuelle Kriminalitätsphänomene aufklären.

Eine detaillierte Auflistung aller Informationsveranstaltungen finden Sie unter

https://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/schuetzenvorbeugen/beratung/index.html/332035

Einzelne Aktionen und Informationsveranstaltungen werden auf den Social-Media-Kanälen des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Verlauf des Sicherheitstages begleitet. Folgen Sie uns deshalb gerne auf

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Für Medienvertreter besteht die Möglichkeit, ausgewählte Kontrollmaßnahmen sowie Informationsstände am Aktionstag zu begleiten. Bitte melden Sie sich hierfür bei Interesse bis Donnerstag (16.09.2021) 12:00 Uhr bei der Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112 - 1030 oder über pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de.

Marc Siegl/n

Rückfragen bitte an:

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Sonntag 11:00 bis 14:00 Uhr Telefon: +49 (0)911 2112 1030 Telefax: +49 (0)911 2112 1025

Außerhalb der Bürozeiten: Telefon: +49 (0)911 2112 1553 Telefax: +49 (0)911 2112 1525

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Internet: http://ots.de/P4TQ8h

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