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(825) Schockanruf - Betrüger ergaunerten hohen Wertbetrag

Nürnberg (ots) -

Bei einem sogenannten Schockanruf setzten Betrüger am Mittwoch (06.07.2022) eine Seniorin im Nürnberger Stadtteil Langwasser Nordwest unter Druck. Die Frau übergab schließlich Wertgegenstände im knapp sechsstelligen Bereich.

Die Dame erhielt am Vormittag einen Anruf eines angeblichen Beamten der Kriminalpolizei, der ihr glaubhaft machen wollte, dass ihre Enkelin in einen schweren Unfall verwickelt gewesen sei, bei dem ein anderer Mensch zu Schaden kam. Um eine deshalb bevorstehende Haft der Enkelin abzuwenden, sei die Zahlung einer sechsstelligen Kaution erforderlich. Den Betrügern gelang es mit ihrer geschickten Gesprächsführung, die Seniorin von ihrer Geschichte zu überzeugen und schließlich dazu zu bewegen, gegen Mittag Wertgegenstände und Bargeld mit einem knapp sechsstelligen Gesamtwert an einen Abholer an ihrer Wohnanschrift im Schneefernerring zu übergeben.

Beschreibung des Abholers:

etwa 30 Jahre alt, 165 cm groß, dick, kurze Haare, 3-Tage-Bart; trug eine schwarze Jogginghose, ein himmelblaues T-Shirt sowie braune Lederschuhe

Das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Die Beamten bitten Zeugen, die am Mittwoch im Zeitraum von 10:00 Uhr - 13:00 Uhr verdächtige Personen oder auch Fahrzeuge im Bereich des Schneefernerrings beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 0911 2112 - 3333 zu melden.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt zugleich eindringlich vor dieser perfiden Betrugsmasche und bittet Sie, Ihre älteren Angehörigen oder Nachbarn über folgende Warnhinweise aufzuklären:

- Sprechen Sie mit Angehörigen über Gefahren durch betrügerische Telefonanrufe.

- Wenn Ihre Telefonnummer nicht in öffentlichen Verzeichnissen stehen soll (z.B. dem Telefonbuch), dann lassen Sie die Nummer dort löschen.

- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

- Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder nach Ihren Vermögensverhältnissen ausfragen.

- Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen. Die Polizei wird niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen fordern.

- Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. Scheuen Sie sich nicht davor, den Polizeinotruf unter der 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

- Wenn Sie der Anrufer auffordert, die 110 zu wählen, um die Richtigkeit des Anrufers zu verifizieren, dann beenden Sie das Gespräch, legen den Hörer auf und rufen dann eigenständig bei der Polizei an.

Erstellt durch: Marc Siegl / bl

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelfranken Präsidialbüro - Pressestelle Richard-Wagner-Platz 1 D-90443 Nürnberg E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de

Erreichbarkeiten: Montag bis Donnerstag 07:00 bis 17:00 Uhr Telefon: +49 (0)911 2112 1030 Telefax: +49 (0)911 2112 1025

Freitag 07:00 bis 15:00 Uhr Telefon: +49 (0)911 2112 1030 Telefax: +49 (0)911 2112 1025

Sonntag 11:00 bis 14:00 Uhr Telefon: +49 (0)911 2112 1030 Telefax: +49 (0)911 2112 1025

Außerhalb der Bürozeiten: Telefon: +49 (0)911 2112 1553 Telefax: +49 (0)911 2112 1525

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Internet: http://ots.de/P4TQ8h

Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelfranken

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