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Verletzter Polizist und aufgelöste Geburtstagsparty in Pasewalk

Pasewalk (ots) -

Beamte des Polizeihauptrevieres Pasewalk hatten in den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags (02.10.2022) mit Unterstützung von Kräften der Bundespolizei eine private Geburtstagsfeier mit zehn Personen in Pasewalk beenden müssen. Im Vorfeld hatten sich Anwohner wegen Ruhestörungen beschwert.

Polizeibeamte hatten im Vorfeld zweimal den Kontakt zu dem 16-jährigen Veranstalter sowie seiner 34-jährigen Mutter gesucht. Die beiden zeigten sich bereits beim ersten Einsatz der Polizei unkooperativ. Sie wurden in diesem Zusammenhang zur Ruhe aufgefordert und auf Folgemaßnahmen wie eine Beendigung der Feier hingewiesen.

Als erneut Hinweise wegen Ruhestörungen bei der Polizei eingingen, haben Beamte des Polizeihauptreviers Pasewalk mit Unterstützung einer Besatzung der Bundespolizei den Veranstaltungsort aufgesucht, die Veranstaltung für beendet erklärt, die Musikanlage sichergestellt und Platzverweise für die übrigen acht Gäste im Alter von 14 bis 17 Jahren ausgesprochen. Die Handlungen der Polizei wurden dabei immer wieder von dem alkoholisierten 16-Jährigen gestört. Gleichzeitig stellten er und seine alkoholisierte Mutter die Maßnahmen der Polizei mehrfach infrage und forderten die Gäste auf, den Platzverweisen nicht Folge zu leisten. Alle Personen kamen den Platzverweisen später dennoch nach. Gegen den 16-Jährigen und die 34-jährige Mutter wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unzulässigen Lärms eingeleitet. Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

Im Rahmen der Streifentätigkeit konnten zwei Beamte des Polizeihauptreviers Pasewalk den 16-Jährigen später im Stadtgebiet von Pasewalk feststellen, wie dieser mit einem Fahrrad fuhr. Aufgrund der zuvor festgestellten starken Alkoholisierung wollten die Beamten den jungen Mann kontrollieren. Dieser versuchte zu flüchten, konnte durch einen hinterherrennenden Beamten jedoch gestoppt werden. Es kam zu einem Gerangel, wobei der 16-Jährige um sich schlug. Nachdem der Tatverdächtige und der Beamte zu Boden stürzten, versuchte sich der 16-Jährige durch Schläge und Tritte loszureißen. Dabei trat er auch in Richtung des Gesichtes des Beamten. Schließlich konnte der Tatverdächtige auf dem Boden fixiert und gemeinsam mit dem weiteren Beamten gefesselt werden. Durch die Widerstandshandlungen sowie der Abwehrmaßnahmen wurden der Polizist sowie der Tatverdächtige verletzt.

Bei dem 16-Jährigen wurde ein Alkoholvortest durchgeführt. Dieser ergab einen Wert von 1,80 Promille. Daraufhin wurde eine Blutprobenentnahme im Krankenhaus Pasewalk durchgeführt, wo auch seine Verletzungen versorgt wurden. Im Anschluss wurde er nach Rücksprache mit dem Kinder- und Jugendnotdienst in die Obhut der Mutter gegeben. Er wird sich nun zusätzlich einem Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten müssen.

Der 45-jährige Polizeibeamte wurde aufgrund seiner Verletzungen ebenfalls im Krankenhaus behandelt und ist vorerst nicht mehr dienstfähig.

Eine der Gäste hatte die polnische Staatsangehörigkeit. Die anderen Personen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit.

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