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Top Meldung Die Bundespolizei hat an der A93 nahe Kiefersfelden einen Ungarn verhaftet, der voraussichtlich über ein Jahr ins Gefängnis muss.

06.02.2026 - 11:09 - München

Bundespolizeidirektion München: Irrtum bringt Ungarn für über ein Jahr ins Gefängnis / Haft statt Durchreise - Bundespolizei sorgt für Strafvollstreckung

Kiefersfelden (A93) / Rosenheim (ots) - Am Donnerstag (5. Februar) hat die Bundespolizei an der A93 auf Höhe Kiefersfelden einen ungarischen Staatsangehörigen festgenommen. Der Mann ist noch am selben Tag in Bernau ins Gefängnis eingeliefert worden. Er wird voraussichtlich für die Dauer von über einem Jahr hinter Gittern bleiben müssen. Bei der Grenzkontrolle an der Tank- und Rastanlage Inntal-Ost stellten die Bundespolizisten fest, dass gegen den Beifahrer eines in Österreich zugelassenen Transporters ein Haftbefehl vorlag. Demnach hat er eine Freiheitsstrafe von 377 Tagen zu verbüßen. Bereits im Jahr 2021 war der gebürtige Serbe, der zwischenzeitlich die ungarische Staatsangehörigkeit angenommen hatte, vom Amtsgericht in Pforzheim wegen Diebstahls in zehn Fällen zu einer zweijährigen Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt worden. Nachdem er sich ein knappes Jahr in Untersuchungs- sowie Vollstreckungshaft befunden hatte, war er 2022 vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen und nach Ungarn abgeschoben worden. Mit seiner Rückkehr in die Bundesrepublik ist zum einen das noch nicht verbüßte Jahr in Haft und zum anderen die gerichtlich festgelegte Einziehung von rund 6.900 Euro fällig geworden. Dabei handelt es sich um Taterträge, die der heute 26-Jährige nachweislich mit seinen Diebstählen erzielt hatte. Den geforderten Betrag blieb der Festgenommene mangels finanzieller Möglichkeiten schuldig. Eigenen Angaben zufolge war er davon ausgegangen, dass das zurückliegende Urteil ohnehin keine Wirkung entfalte, da er lediglich auf der Durchreise gewesen sei. Die Rosenheimer Bundespolizei klärte ihn über seinen Irrtum auf und brachte ihn in die Bernauer Justizvollzugsanstalt. Seine geplante Reise wird er erst Mitte Februar 2027 wieder aufnehmen können. Rückfragen bitte an: Dr. Rainer Scharf Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim Telefon: 08031 8026-2200 Fax: 08031 8026-2099 E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de Internet: www.bundespolizei.de | X: bpol_by Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450 Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de sowie unter www.x.com/bpol_by .

Quelle: Bundespolizeidirektion München
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