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Polizeimeldungen aus Nienburg/Weser

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  • POL-AK NI: Polizeiakademie Niedersachsen erweitert internationale Kooperationen - Delegation besucht die International School for Holocaust Studies in Jerusalem

    Ein Wagon der deutschen Reichsbahn, der für Deportationen genutzt wurde. Das Gleis mit dem Blick in die offene Landschaft, soll die Perspektive in eine positive Zukunft darstellen.

    Nienburg (ots) - Unter der Leitung der stellvertretenden Akademieleiterin, Andrea Marquardt, reiste eine kleine Delegation der Polizeiakademie Niedersachsen vom 23.-30.4.2022 nach Jerusalem, um dort mit der International School for Holocaust Studies Gespräche über eine Zusammenarbeit beider Bildungseinrichtungen zu führen. Ziel der Kooperation ist, neben einer Zusammenarbeit im Bereich der Forschung, vor allem die Fortbildung junger Polizeistudierenden. Die internationale Holocaust-Gedenkstätte Yad-Vashem in Jerusalem ist dabei mehr als "nur" ein Museum oder eine Gedenkstätte. Sie dient der Dokumentation, Erforschung und vor allem der Vermittlung von Wissen um den Holocaust. Yad Vashem verfügt dabei über eine weltweit geachtete Expertise sowie eine umfassende Sammlung von Zeitzeugeninterviews und authentischen Dokumenten. Im Nationalsozialismus hat die deutsche Polizei ihre Macht nicht zum Schutz der Bürger*innen eingesetzt, sondern war wesentlich an der Entrechtung, Unterdrückung und letztendlich auch Ermordung von jüdischen Menschen und anderen im Nationalsozialismus Verfolgten beteiligt. Diese besondere Verantwortung, aber auch die Lehren, die die Polizei bei ihrer Neuaufstellung nach 1945 daraus gezogen hat, sind bereits Bestandteil des Lehrplans im Studium, können aber durch einen Besuch in Yad Vashem in einzigartiger Weise vertieft werden. Dazu ist geplant, angehenden Polizistinnen und Polizisten im Rahmen ihres Studiums an der Polizeiakademie Niedersachsen die Chance zu geben, die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem zu besuchen, um dort an verschiedenen Workshops zum Themenbereich Antisemitismus teilzunehmen, sich mit Seminarteilnehmer*innen, Seminarleiter*innen, Forschenden sowie mit Zeitzeugen oder deren Nachfahren auszutauschen. Die niedersächsische Polizei unterstützt die aktive Arbeit an einem positiven Demokratieverständnis. Dies setzt einen ständigen Austausch sowohl polizeiintern, vor allem aber auch mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren voraus. In diesem Zusammenhang pflegt die Polizeiakademie Niedersachsen sowohl im nationalen als auch im internationalen Bereich zahlreiche Kooperationen mit verschiedensten Bildungseinrichtungen. Ziel ist es, die maßgeblichen Mechanismen und Dimensionen derart furchtbarer Entwicklungen zu erkennen, deren Bedeutung für die Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen zu reflektieren und mögliche Handlungsoptionen zu entdecken. Die aktuelle Situation in Europa macht deutlich, dass die für uns so normal erscheinenden Werte wie allgemeine Menschenrechte, Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie Toleranz keineswegs selbstverständlich sind. Totalitäres Denken ist (wieder) auf dem Vormarsch. Umso wichtiger ist es, sowohl für die Gesellschaft als auch für die Polizei zu verdeutlichen, dass demokratische Errungenschaften in unserem Alltag einen hohen Stellenwert haben und sie es wert sind, für sie einzustehen. "Wir bilden mit unseren Studierenden auch einen Teil der Gesellschaft von Morgen aus und wollen sie ermutigen, eine offene, pluralistische und solidarische Gesellschaft mitzugestalten, in der jedes Mitglied dazu angeregt wird, unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen und zukunftsorientierte Konzepte eines demokratischen Zusammenlebens mitzugestalten. Bildung bedeutet dabei nicht nur, sich daran zu erinnern, dass Hitler über 6 Millionen Juden getötet hat. Bildung bedeutet zu erfassen, wie viele Millionen Deutsche davon überzeugt waren, dass dieses notwendig sei. Bildung bedeutet zudem, zu lernen, die Zeichen einer sich wiederholenden Geschichte zu erkennen und Handlungsoptionen zu entwickeln, diesen Tendenzen aktiv entgegen zu wirken", so Andrea Marquardt nach der Rückkehr aus Israel. Rückfragen bitte an: Polizeiakademie Niedersachsen Pressestelle Patricia Höft Telefon: 05021/844-1004 E-Mail: pressestelle@pa.polizei.niedersachsen.de http://www.pa.polizei-nds.de

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  • POL-AK NI: Polizeiakademie Niedersachsen verleiht "Bachelor of Arts" an Absolventinnen und Absolventen / Innenminister Pistorius erinnert an die besondere gesellschaftliche Stellung der Polizei in der Demokratie

    Innenminister Boris Pistorius begrüßt die angehenden Kommissarinnen und Kommissare im Team der Polizei Niedersachsen

    Oldenburg (ots) - Im Rahmen einer Feierstunde in der Kongresshalle der Weser-Ems-Hallen haben Studierende des 16. Bachelor-Studienjahrgangs den akademischen Grad eines "Bachelor of Arts" verliehen bekommen und darüber hinaus auch ihre Ernennungsurkunden zu Polizeikommissarinnen und -kommissaren erhalten. Insgesamt feierten 175 Absolventinnen und Absolventen den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums. Dieses hatten sie am 1. April 2019 begonnen und waren während ihres Studiums auch den besonderen Belastungen durch die Corona-Pandemie ausgesetzt. Erstmals seit Pandemiebeginn konnte der Direktor der Polizeiakademie, Carsten Rose, neben wenigen Gästen aus Politik, Gesellschaft und Polizei auch wieder die Angehörigen der Studierenden willkommen heißen. In seiner Rede ging Rose auf die Besonderheiten dieses Studienjahrgangs ein und lobte vor allem das soziale Engagement der Studierenden, die im Rahmen von Spendensammlungen u.a. auch zugunsten der Ukraine-Hilfe und anlässlich der getöteten Polizistin und des getöteten Polizisten aus Rheinland-Pfalz Geld gespendet hatten. Im Hinblick auf die Zukunft wies der Akademiedirektor auf die Besonderheiten des Polizeiberufs hin: "Sie haben sich für einen abwechslungsreichen und sehr anspruchsvollen Beruf entschieden. Dabei werden Sie von Ihrem Gegenüber nicht immer als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen, sondern eben nur als 'die Polizei'. Zeigen Sie - nicht nur in diesen Fällen -Souveränität und Handlungssicherheit, begegnen Sie den Menschen auf Augenhöhe." Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, begrüßte in seiner Festrede die neu ernannten Polizeikommissarinnen und -kommissare. Pistorius sagte zu den Absolventinnen und Absolventen: "Sie haben das Studium in der Polizeiakademie zu einer für uns alle außergewöhnlichen Zeit absolviert. Ihre Ausbildung war einerseits geprägt von den Einschränkungen durch Corona, sie haben diverse Module ihrer Ausbildung digital absolviert und mussten dabei immer wieder improvisieren. Dazu kommt aktuell durch den aggressiven Angriffskrieg Putins auf die Ukraine eine sehr sensible gesellschaftliche Situation, die gleichermaßen Auswirkungen auf den Arbeitsalltag bei der Polizei hat. Auch der furchtbare Mord an einer Kollegin und einem Kollegen in Rheinland-Pfalz hat sie sicher alle stark beschäftigt. Das sind keine alltäglichen Voraussetzungen für den Einstieg in einen so verantwortungsvollen Beruf, den sie tagtäglich in direktem Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ausüben werden. Als Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind sie für Schutz und Hilfe zuständig, sie müssen Gefahren erkennen und bestenfalls schon verhindern, bevor sie entstehen. Sie müssen konsequent und souverän eingreifen, mit Empathie und Fingerspitzengefühl. Ich finde es großartig, dass sie diese Verantwortung übernehmen und wünsche Ihnen viel Erfolg bei dieser herausfordernden Aufgabe." Stellvertretend für die Studierenden berichteten Ronja Capelle und Adil Sevim über die besonderen Erfahrungen während ihres Studiums. Angefangen von der Anprobe der ersten Uniform über spannende Praxisphasen bis hin zur Verteidigung der eigenen Bachelorarbeit. "Ausgestattet mit einem umfangreichen Rechtsverständnis stehen wir jetzt als Polizeibeamtin und als Polizeibeamter für die Werte und Individualität der Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft ein", führten die Studierenden aus. Neben den Jahrgangsbesten wurden aus aktuellem Anlass auch zwei Studierende mit russischem bzw. ukrainischen Migrationshintergrund von Minister Pistorius und Akademieleiter Rose stellvertretend für den gesamten Studienjahrgang zu Polizeikommissarinnen bzw. -kommissaren ernannt. Die Veranstaltung endete mit der Nationalhymne und dem traditionellen "Mützenwurf" der Absolventinnen und Absolventen. Musikalisch wurde die Feierstunde durch die Jazzcombo des Polizeiorchesters Niedersachsen begleitet. Hintergrund Das Studium des 16. Bachelorjahrgangs an der Polizeiakademie Niedersachen haben bisher insgesamt 175 Studierende bestanden. Davon waren 99 männlich (56,6 %) und 76 weiblich (43,4%). 33 Studierende haben einen Migrationshintergrund (18,9%). Die frisch ernannten Polizeikommissarinnen und Polizeikommissare werden zum 1. April 2022 in die verschiedenen Bereiche der niedersächsischen Polizei versetzt. Rückfragen bitte an: Polizeiakademie Niedersachsen Pressestelle Michael Täger Telefon: 05021/844-1014 E-Mail: pressestelle@akademie.polizei.niedersachsen.de http://www.pa.polizei-nds.de

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  • POL-AK NI: Erinnerungskultur und polizeiliche Bildungsarbeit - Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages der Deportation der letzten Jüdinnen und Juden aus Nienburg

    Podiumsgespräch mit Dr. Dirk Götting (Leiter der Forschungsstelle für Polizei- und Demokratiegeschichte an der Polizeiakademie Niedersachsen), Thomas Gatter (Vorsitzender des "Arbeitskreises Gedenken e. V." der Stadt Nienburg), Thomas Eickhoff (Dozent an der Polizeiakademie Niedersachsen), Mathias Schröder (2. Vorsitzender des "Förderkreises für Polizeigeschichte Niedersachsen e. V." und Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg), Martin Guse (Leiter der Dokumentationsstelle "Pulverfabrik Liebenau") und Dr. Martin Mauri (Leiter des Studiengebiets 4 - "Sozialwissenschaften und Führung" der Polizeiakademie Niedersachsen) (v.l.n.r.)

    Nienburg (ots) - Rund 60 teils hochrangige Gäste aus Politik, Gesellschaft und der Polizei folgten am vergangenen Montag der Einladung der Polizeiakademie Niedersachsen zu einer besonderen Veranstaltung im Rahmen der Themenwoche zur Erinnerung an die Deportation der letzten Nienburger Jüdinnen und Juden vor genau 80 Jahren. Im Rahmen von Vorträgen und eines Podiumsgesprächs wurden die besondere Bedeutung einer aktiven Gestaltung der Erinnerungskultur sowie die historische Verantwortung im Rahmen demokratiegeschichtlicher, aber auch polizeilicher Bildungsarbeit diskutiert. In seiner Begrüßung betonte der Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Carsten Rose, dass die Erinnerungskultur im Rahmen einer sich verändernden Gesellschaft einen hohen Stellenwert hat, um die deutsche Geschichte und die damit einhergehende Verantwortung anzunehmen. Die Bildungsarbeit in diesem Bereich ist nicht nur Wissens-, sondern vielmehr auch Demokratievermittlung und als solche ein gemeinsames Anliegen von Polizei und Zivilgesellschaft. Vergangenes muss vergegenwärtigt werden, denn nur so bleibt das Schicksal vieler Menschen in unserem kollektiven Bewusstsein und ermöglicht es uns, Fragen an die Geschichte zu stellen. Thomas Gatter, Vorsitzender des "Arbeitskreises Gedenken e.V." der Stadt Nienburg, schilderte in seiner Rede eindrucksvoll die Deportation derjenigen 18 Nienburger*innen jüdischen Glaubens, die geblieben waren und nicht rechtzeitig hätten fliehen können. Zunächst seien sie am 28. März 1942 auf den Schloßplatz befohlen worden - also direkt vor die Tür des heutigen Gebäudes der Polizeiakademie - bevor von dort ihre unfreiwillige Reise begann, die sie durch die NS-Gräueltaten mit ihrem Leben bezahlen mussten. Erst der Transport in das Sammellager nach Hannover-Ahlem, danach die Deportation in verschiedene Todeslager. Jede Person hatte einen Koffer mit Bekleidung und Verpflegung mitzunehmen. Bargeld, Wertgegenstände und Haustürschlüssel mussten separat verpackt und mitgebracht werden. Alles sollte den Anschein einer Umsiedlung und den Aufbau einer neuen Existenz erwecken. Der Niedersächsische Kultusminister, Grant Hendrik Tonne, lobte in seinem Grußwort das vielfältige Engagement in Stadt und Landkreis Nienburg: "Erinnerungsarbeit hat nicht nur eine historische Dimension, sondern ist vor allem mit gegenwartsorientierten Fragestellungen verbunden." Dr. Franz Rainer Enste, Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, unterstrich wie wichtig es sei, die Erinnerung an die Geschichte wach zu halten und daraus moralische und politische Konsequenzen für unser Handeln zu ziehen. Mit dem historischen Erfahrungswissen könne auch für den Schutz des jüdischen Lebens und gegen Antisemitismus in der heutigen Gesellschaft sensibilisiert werden. "Der Erhalt der Erinnerungen an das Leidvolle der NS-Zeit sehe ich als eine wichtige Aufgabe im Kampf gegen den erstarkenden Antisemitismus an. Angesichts einer immer größer werdenden zeitlichen Distanz zu den Geschehnissen scheint sich langsam ein Verblassen der Geschichte einzustellen. Wir müssen dem entgegenwirken! Daher gilt es, immer und immer wieder an die Ereignisse zu erinnern und deutlich zu machen: "Nie wieder!"", so Dr. Franz Rainer Enste. Mit der veranstaltungsbegleitenden Roll-Up-Ausstellung "Ordnung und Vernichtung. Die Polizei in der NS-Zeit." des Polizeimuseums Niedersachsen wurde erschreckend deutlich, dass die Vergangenheit niemals vergessen werden dürfe, und dass eben auch die damalige Polizei in die Gräueltaten des NS-Staates eingebunden war. Nach Meinung aller Beteiligten hat die Veranstaltung gezeigt, wie wichtig es gerade in der aktuellen Situation ist, den Schulterschluss zu einem gemeinsamen Einsatz aller demokratischen Kräfte für eine lebendige Demokratie zu suchen. Hintergrund: Die Namen der 18 Nienburger*innen, die damals deportiert wurden: - Frieda, Leopold und ihre Tochter Elisabeth Weinberg - Johanne Beermann - Berthold und Sophie Hess - Albert Hünerberg - Johanne Jacobs - Eva de Jonge - Jaenette Löwenstein - Grete und Rosa Marcus - Sophie Schragenheim - Erna, Alfred, Julius sowie die Kinder Hanns und Walter Birkenruth Rückfragen bitte an: Polizeiakademie Niedersachsen Jan-Niklas Kansteiner Telefon: 05021 844 1026 E-Mail: pressestelle@akademie.polizei.niedersachsen.de http://www.pa.polizei-nds.de

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  • POL-AK NI: Polizei Niedersachsen künftig im Vorstand des "Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." vertreten

    Nienburg (ots) - Bei der Vorstandswahl des "Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." ist am vergangenen Wochenende mit dem Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Carsten Rose, erstmals ein Vertreter der Polizeien des Bundes und der Länder überhaupt, in dieses Gremium berufen worden. Der Akademieleiter sieht die Berufung vor allem als Wertschätzung für das Engagement der Niedersächsischen Polizei, die Stärkung des demokratischen Selbstverständnisses in den eigenen Reihen zu institutionalisieren: "Durch meine Mitarbeit wird die Polizei als wesentliches Element unserer Demokratie eine Stimme erhalten, die dazu beiträgt, den breit angelegten Dialog zur Stärkung der freiheitlich-demokratische Grundordnung maßgeblich zu unterstützen." Die Niedersächsische Polizei hat sich der wichtigen Aufgabe verschrieben, sowohl im Rahmen der Aus- und Fortbildung von Polizeiangehörigen, als auch in Zusammenarbeit und in Projekten mit Akteuren der Zivilgesellschaft demokratiekompetenzstärkende Themen tiefer in der Gesellschaft zu verankern, um sich damit nach außen zu öffnen und auch das eigene Handeln transparenter zu machen. Der Verein gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. unterstützt in diesem Zusammenhang das landesweite Projekt "Strategiepatinnen und Strategiepaten für die Demokratie" mit dem das Demokratiebewusstsein in den Reihen der Polizei weiter gestärkt wird und um damit auch zu helfen, das eigene dienstliche und gesellschaftliche Handeln besser reflektieren zu können. Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hebt die Bedeutung der Mitarbeit in diesem Verein hervor: "Der Verein ´Gegen Vergessen - für Demokratie´ steht für eine klare Haltung zu unserer Demokratie und zu unserer Verfassung. Das gleiche gilt für die Polizei in Niedersachsen. Sie schützt die Grundrechte aller Bürgerinnen und Bürger. Diese Grundrechte und unsere Verfassung sind das Ergebnis der Lehren aus den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte. Es ist darum wichtig, dass an diese Jahre immer wieder erinnert wird, die Werte unserer Demokratie vital bleiben und alle Menschen in Deutschland immer wieder daran erinnert werden, wie wichtig das bürgerliche Engagement für diese Errungenschaften ist. Ich freue mich, dass sich Herr Rose als hochrangiger Vertreter der Polizei in Niedersachsen zukünftig in dem Verein einbringen darf." Der Schwerpunkt des 1993 gegründeten Vereins liegt in der Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen, dem Unrecht des SED-Regimes und verschiedenen Formen des politischen Extremismus. Er setzt sich ebenfalls für gesellschaftliches Engagement und politische Teilhabe ein. Der Vorstand trägt Ideen und Forderungen zu diesen Themenbereichen in die Politik. Vorsitzender des Vereins ist der Präsident des Bundesverfassungsgerichts a.D., Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Andreas Voßkuhle; Bundespräsident a.D. Joachim Gauck ist Ehrenvorsitzender. Rückfragen bitte an: Polizeiakademie Niedersachsen Pressestelle Michael Täger Telefon: 05021/844-1014 E-Mail: michael.taeger@polizei.niedersachsen.de http://www.pa.polizei-nds.de

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  • POL-AK NI: Interkulturelle Kompetenz innerhalb der Polizei - Spannender Dialog zur Wahrnehmung polizeilicher Praxis

    Teilnehmende der Podiumsdiskussion

    Nienburg (ots) - Rund 450 Teilnehmende konnte die Polizeiakademie Niedersachsen bei der Podiumsdiskussion zum Thema Interkulturelle Kompetenz in der Polizei am vergangenen Mittwoch (23.02.2022) digital begrüßen. Die Online-Veranstaltung stand unter dem Motto "Interkulturelle Kompetenz als Baustein des demokratischen Selbstverständnisses - Potenziale für ein reflektiertes-antidiskriminierendes polizeiliches Handeln" und betrachtete das Thema im Dialog mit Expertinnen und Experten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und durchaus kritisch. Die Polizei Niedersachsen sieht darin einen wichtigen Beitrag, Kritik nicht als feststehendes Urteil, sondern als einen Ansatz für eine gewinnbringende Selbstreflexion wahrzunehmen. Das Interkulturelle Kompetenz kein Modethema ist, machte der Direktor der Polizeiakademie, Carsten Rose, in seiner Begrüßungsrede deutlich. Sie bilde vielmehr eine Kernkompetenz, die es den Polizeibeamtinnen und -beamten erlaube, dem polizeilichen Gegenüber offen und wertungsfrei zu begegnen. "Wir müssen uns dabei immer wieder vergegenwärtigen, dass Menschen sich nicht vordergründig auf Grundlage einer vermeintlichen Kulturzugehörigkeit oder einer Nationalität, sondern vielmehr aufgrund individueller Situationen und ihres individuellen Menschseins verhalten" so Rose weiter. In einer Videobotschaft ging der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius auf die bedeutende Funktion der Polizei in der sich aktuell polarisierenden Gesellschaft ein. "Rechtsextremisten und -populisten versuchen, die Gesellschaft zu spalten und Vorurteile zu schüren. Die Polizei muss sich dem entgegenstellen und hat mit ihrer neutralen Rolle eine besonders wichtige Funktion in der Gesellschaft", so Pistorius. Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion beleuchteten das Thema aus diversen Blickwinkeln: Konrad Erben, bis 2022 Vorstandsmitglied des Vereins Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland e.V., und Muzaffer Ötztürkyilmaz, Referent der Geschäftsführung des Flüchtlingsrates Niedersachsen, betonten die Wichtigkeit der steten kritischen Betrachtung auf die Polizei und führten Studien anderer Länder ins Feld, die auch für Niedersachsen den Bedarf von Forschung deutlich machen. Die Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Göttingen, Gwendolin von der Osten, brachte ihre Sicht als Führungskraft der Polizei Niedersachsen in die Veranstaltung ein und machte deutlich, dass es Polizeipraktiken gibt, die sachlich neutral seien aber gleichzeitig als diskriminierend empfunden werden könnten. Hier gelte es, Transparenz herzustellen. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Dietmar Schilff zeigt sich weiter offen für den Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und wies darauf hin, dass eine Fokussierung auf Einzelfälle keine gesamtpolizeilichen Aussagen zulasse. Mit fachlicher Expertise im Bereich der interkulturellen Kompetenz bereicherte Dr. Jens Bergmann, Professor an der Polizeiakademie Niedersachsen, mit Erkenntnissen aus seinen eigenen Studien der teilnehmenden Beobachtung die Diskussion und ordnete Begrifflichkeiten und Entwicklungen ein. Hintergrund: Interkulturelle Kompetenz ist ein wesentliches Merkmal des polizeilichen Handelns. Daher nimmt die Vermittlung dieser Kompetenz bereits im Bachelor-Studium der angehenden Polizistinnen und Polizisten großen Raum ein. Da sie aber auch stetigen gesellschaftlichen Wandlungen unterliegt und deshalb eine fortwährende Reflektion erfordert, hat die Polizeiakademie Niedersachsen eine Veranstaltungsreihe aufgelegt, die sich mit der Vielfältigkeit dieses Themas beschäftigt. Die nächste - und damit 3.- Veranstaltung der Reihe "Interkulturelle Kompetenz" ist im Frühjahr 2023 geplant. Rückfragen bitte an: Polizeiakademie Niedersachsen Pressestelle Michael Täger Telefon: 05021/844-1014 E-Mail: michael.taeger@polizei.niedersachsen.de http://www.pa.polizei-nds.de

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Hilfe für die Ukraine

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Nienburg

Gemeinde in Kreis Nienburg/Weser

  • Einwohner: 31.924
  • Fläche: 64.46 km²
  • Postleitzahl: 31582
  • Kennzeichen: NI
  • Vorwahlen: 05021, 05024
  • Höhe ü. NN: 25 m
  • Information: Stadtplan Nienburg

Das aktuelle Wetter in Nienburg/Weser

Aktuell
14°
Temperatur
13°/24°
Regenwahrsch.
5%

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