10.01.2026 - 11:30 - Hildesheim
Hildesheim (ots) -
BAB 7 - (gle) - Die Autobahnpolizei der Polizeiinspektion Hildesheim zieht nach einem ereignis- und unfallreichen Freitag (09.01.2026) eine erste Bilanz. Im Zeitraum von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr kann von folgendem Ergebnis für den Zuständigkeitsbereich (vom Autobahndreieck Hannover-Süd bis zum Autobahnparkplatz Schwalenberg) berichtet werden.
- eine Person verstorben
- drei Personen schwer verletzt
- sieben Personen leicht verletzt
- fünf Vollsperrungen
- knapp 60 Einsätze, davon
- 10 Gefahrenstellen,
- 16 Verkehrsunfälle (inkl. Unfallfluchten) und
- 33 sonstige Einsätze (Hilfeleistungen, Hinweise auf Gefahren,
Auskunftsersuchen, liegen- oder steckengebliebene Fahrzeuge,
Parkbehinderungen auf Parkplätzen usw.)
- Massenanfall von Verletzten nach Verkehrsunfall mit sieben
Fahrzeugen
Vollsperrung zwischen Hildesheim oder der Tank- und Rastanlage Hildesheimer Börde
Bereits gegen 06:00 Uhr blieben die ersten Sattelzüge auf der Steigungsstrecke zwischen der Autobahnanschlussstelle Hildesheim und der Tank- und Rastanalage Hildesheimer Börde auf der BAB 7 in Richtung Kassel liegen. Gegen 07:00 Uhr waren beide im Baustellenbereich zur Verfügung stehenden Fahrstreifen blockiert, sodass bis zur Bergung der Sattelzüge der genannte Abschnitt voll gesperrt werden musste. Die Sperrung dauerte bis ca. 10:30 Uhr an.
Vollsperrung zwischen Seesen und Rhüden / Harz nach Verkehrsunfall
Gegen 09:30 Uhr geriet auf der BAB 7 in Richtung Hannover zwischen der Anschlussstelle Seesen und Rhüden / Harz ein Sattelzug ins Schleudern. Dieser kam quer über alle drei Fahrstreifen und dem Standstreifen zum Stehen. Dabei verkeilte sich das Fahrzeuge mit der Betonmittelschutzwand und musste durch ein Bergungsunternehmen von der Autobahn geschleppt werden. Bis ca. 11:30 Uhr blieb daher die Autobahn im genannten Streckenabschnitt voll gesperrt. Der aufgestaute Verkehr konnte über die Tank- und Rastanlage Harz / Ost abgeleitet werden.
Autobahndreieck Salzgitter in Richtung BAB 39 voll gesperrt
Um 11:59 Uhr befuhr ein Sattelzug mutmaßlich mit nicht angepasster Geschwindigkeit das Autobahndreieck Salzgitter. Der Fahrzeugführer beabsichtigte von der BAB 7 aus Hannover kommend in Richtung Wolfsburg auf die BAB 39 zu fahren. Dabei geriet auch er in Schleudern und blockierte die Rampe in Richtung Wolfsburg vollständig, sodass es bis 13:30 Uhr auch hier zu einer Vollsperrung kam.
Sattelzug verliert bei Verkehrsunfall seine Ladung
Ein Sattelzug befuhr die BAB 7 zwischen Bockenem und dem Autobahndreieck Salzgitter auf dem Hauptfahrstreifen. Gegen 12:12Uhr geriet dieser plötzlich ins Schleudern und touchierte einen Auflieger eines überholenden Sattelzuges. Dadurch wurde einer der Auflieger seitlich aufgerissen und die Ladung (Getränke) verteilte sich auf allen Fahrstreifen der BAB. Es kam wegen den Aufräumarbeiten bis 14:30 Uhr zu einer Vollsperrung. Ein weiterer Sattelzug zog sich Unfallschäden zu, als er über auf der Fahrbahn liegende Trümmerteile fuhr.
Massenanfall von Verletzten nach Verkehrsunfall mit sieben Fahrzeugen
In Höhe der Autobahnanschlussstelle Rhüden / Harz in Richtung Hannover kam es gegen 16:40 Uhr zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Gleich mehrere Kraftfahrzeuge, darunter auch Sattelzüge, gerieten bei winterglatter Fahrbahn ins Schleudern und stießen mit anderen Verkehrsteilnehmern oder der Betonmittelschutzwand zusammen. In den Fahrzeugen befanden sich insgesamt zwölf Personen. Von diesen wurden drei schwer und sieben leicht verletzt. Es wurde ein Massenanfall von Verletzten klassifiziert, wodurch insgesamt 26 Einsatzfahrzeuge der freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis Goslar, Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge aus mehreren Landkreisen sowie mehrere Streifenwagen der Autobahnpolizei, der Polizei Bad Salzdetfurth und der Polizei Bad Gandersheim zur Unfallstelle eilten. Die Verletzten wurden nach einer ersten Versorgung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Der genaue Unfallhergang ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen. Die Polizei hat in diesem Zusammenhang mehrere Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Im Zeitraum von 16:45 Uhr bis 23:00 Uhr bliebt die BAB 7 zwischen Seesen und Bockenem bis zur Bergung aller Fahrzeuge und der Reinigung der Fahrbahn voll gesperrt.
Verkehrsunfall mit mehreren Sattelzügen führt zu Vollsperrung
Gegen 17:00 Uhr kam es auf der BAB 7 zwischen Bockenem und Rhüden / Harz zu einem weiteren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Sattelzügen. Ein Fahrzeugführer geriet ebenfalls ins Schleudern und kam quer zu den Fahrstreifen zum Stehen. Zwei weitere Sattelzüge konnten nicht mehr rechtzeitig verzögern, wodurch es zum Zusammenstoß zwischen zwei Sattelzügen kam. Ein Sattelzug musste aufwendig von einem Bergungsunternehmen geborgen werden. Die BAB 7 blieb dadurch bis 22:30 Uhr in Richtung Kassel voll gesperrt.
63-Jähriger aus Thüringen verstirbt auf der BAB 7
Gegen 18:20 Uhr wurde durch das anrückende Bergungsunternehmen zu dem vorgenannten Verkehrsunfall ein PKW gemeldet, in dem sich eine regungslose, männliche Person befinden solle. Während sich ein Streifenwagen der Autobahnpolizei, ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug umgehend auf den Weg machten, öffneten Mitarbeiter des Bergungsunternehmens sowie Ersthelfer gewaltsam den PKW. Hier konnte bei dem 63-Jährigen ein Kreislauf- und Atemstillstand festgestellt werden. Sofort begangen die Anwesenden mit einer Herz-Lungen-Widerbelebung. Die durch den Rettungsdienst weiter durchgeführten Reanimationsmaßnahmen blieben leider ohne Erfolg, sodass durch den Notarzt nur noch der Tod festgestellt werden konnte. Es ist von einem plötzlichen Krankheitsfall auszugehen.
Zur Bewältigung der Einsatzlage hat die Autobahnpolizei Hildesheim im Laufe des 09.01.26 weitere Kräfte in den Dienst versetzt, sodass sich alle verfügbaren Einsatzmittel im Dienst befunden haben. Weiterhin wurden die Beamtinnen und Beamten durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW, OV Hildesheim, tatkräftig unterstützt. Ihnen und den anderen ehrenamtlichen Einsatzkräften, insbesondere denen der freiwilligen Feuerwehren, wird ausdrücklich für die stets vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit gedankt.
Neben den hier auszugsweise geschilderten Ereignissen / Verkehrsunfällen kam es zu keinen weiteren Personenschäden. Im Laufe aller Vollsperrungen kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen auf der BAB 7 und den Umleitungsstrecken.
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Hildesheim
Schützenwiese 24
31137 Hildesheim
Autobahnpolizei
Telefon: 05121/939-225
http://www.pd-goe.polizei-nds.de/dienststellen/pi_hildesheim/