02.05.2026 - 17:19 - Schleswig-Holstein
Kiel (ots) -
Flensburg, 02. Mai 2026 - Ein Jahr, mehr als 3.000 Kilometer, über 200 Feuerwehren und rund 1000 motivierte Feuerwehrleute: Das landesweite Feuerwehrfitness-Projekt "FitQuerBeet" hat heute in Flensburg sein großes Finale gefeiert. Nach gut einem Jahr auf Tour quer durch Schleswig-Holstein erreichte der mit GPS-Sender ausgestattete Rucksack pünktlich sein Ziel bei der Freiwilligen Feuerwehr Jürgensby.
Ziel der gemeinsamen Aktion des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein (LFV SH) und der Hanseatischen Feuerwehrunfallkasse Nord (HFUK Nord) war es, Feuerwehrangehörige zu motivieren, sich auch außerhalb des Einsatz- und Ausbildungsdienstes aktiv um ihre eigene Fitness und Gesundheit zu kümmern. Ausgearbeitet und umgesetzt wurde die Idee federführend von Stefan Jenke, Fachleiter für Fitness in der Feuerwehr des Landesfeuerwehrverbandes, Jens-Oliver Mohr, Referent für gesundheitliche Prävention bei der HFUK und Jürgen Kock, Referent für Facharbeit beim Landesfeuerwehrverband.
Die sportliche Mitmachaktion, die am 01. Mai 2025 in Lauenburg begann, entwickelte sich schnell zu einem Selbstläufer. Ausgestattet mit GPS-Sender, Trainingstipps und Logbuch wurde der "FitQuerBeet"-Rucksack von Feuerwehr zu Feuerwehr weitergegeben - per Fahrrad, zu Fuß, beim Joggen, auf dem SUP und sogar schwimmend. Wichtig dabei war: Der Rucksack durfte nur aus reiner Muskelkraft transportiert werden. Dank des integrierten GPS-Senders konnte jederzeit online verfolgt werden, wo sich der Rucksack gerade befand und welche Strecke er bereits zurückgelegt hatte.
Die ursprünglich auf sechs Monate angelegte Aktion stieß bei den Feuerwehren im Land auf so großes Interesse, dass sie auf ein Jahr verlängert wurde. Zahlreiche Feuerwehren beteiligten sich mit kreativen Etappen, Social-Media-Beiträgen, Videos und gemeinsamen Sportaktionen. Dabei stand nicht nur Bewegung im Mittelpunkt, sondern auch der Austausch zu anderen Feuerwehren und Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehrfamilie in Schleswig-Holstein.
Ein besonderer Meilenstein wurde kurz vor dem Zieleinlauf erreicht: Der Rucksack knackte die Marke von 3.000 Kilometern quer durch Schleswig-Holstein. "Insgesamt legte der Rucksack aus reiner Muskelkraft stolze 3.196 Kilometer zurück, was ungefähr einer Strecke von Flensburg, über Frankreich bis nach Südspanien am Mittelmeer entspricht", gab Stefan Jenke bekannt.
Ein Beispiel für die kreativen Ideen der Feuerwehren war auch die letzte Etappe: Nach dem letzten Strecke trafen die Schlussläufer am Veranstaltungsgelände ein und übergaben den Rucksack ein letztes Mal vor dem großen Finale an den 74-jährigen Herbert Müller aus der Ehrenabteilung der Feuerwehr Engelsby. Gemeinsam mit seinem Enkel Aron Majeske von der Feuerwehr Engelsby sowie James Le von der Feuerwehr Klues nahm er für die letzten Meter in einem Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Platz. Dieser wurde anschließend von sportlichen Kameradinnen und Kameraden gemeinsam über die Ziellinie gezogen.
Das Besondere daran: Das Gesamtalter der drei Feuerwehrmänner im Fahrzeug betrug exakt 112 Jahre. So meisterten der 74-jährige Herbert Müller, der 19-jährige Aron Majeske und der 19-jährige James Le symbolisch die letzten Meter der Reise und übergaben den "FitQuerBeet"-Rucksack schließlich zurück an die Organisatoren.
Vor Ort begleiteten unter anderem Landesbrandmeister Jörg Nero und der stellvertretende LFV-Vorsitzende Heiko Kaack den Abschluss der Aktion.
"Mit FitQuerBeet ist es gelungen, ein in dieser Form einzigartiges Projekt auf die Beine zu stellen, das es so nur in Schleswig-Holstein gibt. Ich freue mich sehr über die enorme Beteiligung, Begeisterung und Kreativität der Feuerwehren im ganzen Land, die einmal mehr zeigt, wie stark die Feuerwehr-Gemeinschaft in Schleswig-Holstein ist", heißt es von Landesbrandmeister Jörg Nero.
Zum Schluss wurden unter allen teilnehmenden Feuerwehren drei Wehren ausgelost, die jeweils eine Kiste mit Fitnessausrüstung erhalten. Auch das begleitende Logbuch mit Eindrücken und Einträgen aus den vergangenen zwölf Monaten lag zur Einsicht bereit.
Mit dem erfolgreichen Abschluss von "FitQuerBeet" endet zwar die Reise des Rucksacks, die Idee dahinter, Fitness und Gesundheit noch mehr im Feuerwehralltag zu verankern, soll jedoch weitergetragen werden. Dass der Rucksack noch einmal auf eine Reise geschickt wird, ist nicht ausgeschlossen.
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