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Dittelsheim-Hessloch - Schockanruf - 70-Jähriger bricht Übergabe von 20.000 Euro ab

Dittelsheim-Hessloch / Mainz (ots) - Erneut haben bislang unbekannte Täter versucht, durch eine perfide Betrugsmasche eine hohe Geldsumme zu erbeuten. Am Mittwochvormittag erhält ein 70-Jähriger aus Dittelsheim-Hessloch einen sogenannten Schockanruf. Ein Anruf der Polizei Worms wird vorgetäuscht, demnach die Enkeltochter einen tödlichen Verkehrsunfall zum Nachteil einer 35-jährigen Mutter von drei Kindern verursacht habe. Gegen eine Kaution von 20.000 Euro könne die Enkeltochter wieder auf freiem Fuß kommen. Die Großeltern begeben sich daraufhin nach Worms zur Bank und heben die geforderten 20.000 Euro ab. Anschließend fahren sie nach Mainz um das Geld dort bei der Gerichtskasse einzuzahlen. In der Nähe des Amtsgerichts erscheint allerdings ein vermeintlicher Gehilfe des Rechtsanwalts seiner Enkeltochter und möchte das Geld in Empfang nehmen, da die Gerichtskasse angeblich geschlossen sei. Als der Großvater den Personalausweis des Gehilfen sehen möchte, scheitert die Geldübergabe und der Mann entfernt sich. Die Großmutter kann schließlich telefonisch bei der Enkeltochter in Erfahrung bringen, dass der Unfall frei erfunden war sie Opfer eines Betrugs werden sollten.

Die Betrugsmasche "Falsche Polizeibeamte" ist nur eine der vielfältigen Betrugsarten der sog. "Callcenter-Betrüger". Darüber hinaus werden Schockanrufe mit Notlagen von vermeintlichen Familienangehörigen, Enkeltrickbetrüge mit vorgetäuschter finanzieller Not eines Enkelkindes oder Gewinnversprechen bei denen im Vorfeld eine Bearbeitungsgebühr entrichtet werden soll sowie die Legende des angeblichen Microsoft-Mitarbeiters als Vorgehensweise genutzt. Durch die Corona-Pandemie gaben sich Betrüger am Telefon auch als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder Impfzentren aus und boten gegen Bezahlung fingierte Impftermine an. Die Themenfelder werden häufig auch vermischt. Gemeinsam ist allen Vorgehensweisen, dass die Opfer am Telefon massiv unter Druck gesetzt und somit zur Herausgabe von Vermögenswerten oder sogar Bankdaten gebracht werden sollen. Als potenzielle Opfer werden häufig lebensältere Menschen ausgesucht, da hier das noch eher bestehende Vertrauen in Amtspersonen ausgenutzt werden soll und die Hoffnung besteht, dass sich diese eher einschüchtern lassen.

Die Polizei Worms rät daher dringend:

- Lassen Sie sich nicht in Gespräche verwickeln - Beenden Sie bei verdächtigen Anrufen immer zuerst das Gespräch - Wählen sie dann selbstständig den Polizeinotruf 110 - Geben Sie niemals Auskunft über Wertsachen - Händigen Sie NIEMALS Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte aus - Legen sie auf und rufen Sie die Angehörigen an

Weitere Informationen und Hinweise zum Thema Callcenter-Betrug unter: https://s.rlp.de/wtQ8u.

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Worms Telefon: 06241 852-2040 www.polizei.rlp.de/pd.worms

Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz sind unter Nennung der Quelle zur Veröffentlichung frei.

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