11.05.2026 - 08:52 - München
München/Neufahrn b. Freising/Taufkirchen (ots) -
Am Samstag (9. Mai) ist es am Bahnhof Neufahrn bei Freising aufgrund von Leichtsinnigkeit zu einem Unfall gekommen. Ähnliches ereignete sich bereits am Freitag (8. Mai). Hier betrat eine Frau am Bahnhof Taufkirchen die Gleise, kam jedoch glimpflich davon.
* Zug kommt einen Meter vor 88-jähriger Frau zum Stehen
Gegen 13:50 Uhr (8. Mai) betrat eine 88-jährige Deutsche am Bahnhof Taufkirchen unbefugt den Gleisbereich. Der 24-jährige Triebfahrzeugführer einer herannahenden S-Bahn erkannte die ältere Dame, gab einen Achtungspfiff ab und leitete umgehend eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam ca. ein Meter vor der Frau zum Stillstand. Der Vorfall konnte durch umstehende Zeugen beobachtet werden. Bei der Befragung durch Bundespolizisten gab die Seniorin an, dass sie ihren Heimweg abkürzen wollte. Der Triebfahrzeugführer erlitt einen Schock und musste abgelöst werden. In der S-Bahn befanden sich zu dem Zeitpunkt ca. 50 Reisende, die allesamt unverletzt blieben. Die betroffene Bahnstrecke war von 13:45 Uhr bis 14:48 Uhr gesperrt und es kam zu leichten bahnbetrieblichen Einschränkungen.
Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
** 82-Jähriger verliert durch Kollision mit Zug ein Bein
Am Samstagabend (9. Mai) hat ein 82-jähriger Mann gegen 19:45 Uhr am Bahnhof Neufahrn bei Freising die Gleise 1 und 2 überquert. Zu diesem Zeitpunkt näherte sich ein Regionalzug mit einer Geschwindigkeit von 140 km/h. Der Triebfahrzeugführer erkannte den Mann, gab einen Achtungspfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Mann versuchte vergeblich, sich an der Bahnsteigkante vom Gleisbereich nach oben auf den Bahnsteig zu ziehen. Auch einem Zeugen gelang es nicht, dem Mann aus dem Gefahrenbereich zu helfen. Der Zug kam nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und erfasste den Mann. Durch den Zusammenstoß wurde der 82-Jährige schwer verletzt und verlor ein Bein. Der Zug kam ca. 100 Meter hinter dem Bahnsteigende zum Stehen. Der Triebfahrzeugführer setzte einen Notruf ab. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Neufahrn und des Rettungsdienstes versorgten den Mann bis zum Eintreffen des Notarztes. Nach der Erstversorgung wurde der Senior vom Rettungshubschrauber in ein Münchner Klinikum geflogen, wo er im Anschluss notoperiert wurde. Die Bundespolizei nahm den Unfall vor Ort auf. Die im Zug befindlichen 350 Reisenden blieben unverletzt. Der betroffene Triebfahrzeugführer konnte die Fahrt nicht mehr fortsetzen und wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die seit der Kollision gesperrte Bahnstrecke war ab 21:30 Uhr wieder befahrbar. In dieser Zeit kam es zu Verzögerungen und Teilausfällen im Bahnbetrieb.
Der Zustand des Mannes ist weiterhin kritisch.
Die Bundespolizei weist eindringlich auf die lebensbedrohlichen Gefahren im Gleisbereich hin. Das Betreten der Gleise ist verboten - unabhängig vom Grund. Zeitersparnis ist es nicht wert, das eigene Leben zu riskieren.
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Tim Oberfrank
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