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BPOLI LUD: Im Gleisbett auf dem kürzesten Weg zurück nach Polen

Rüdiger Kottmann / Adobe Stock

Görlitz (ots) -

Am Dienstagvormittag wurde die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf darüber informiert, dass sich in der Nähe des Görlitzer Bahnhofes eine Person im Gleisbett aufhalte und der Triebfahrzeugführer deshalb eine Gefahrenbremsung mit seinem Zug durchführen musste. Am Bahnsteig trafen die Bundespolizisten kurz darauf auf den Zugführer sowie auf den Mann, der tatsächlich die Bremsung ausgelöst hatte. Bei ihm handelt es sich um einen polnischen Fahrgast (25). Der 25-Jährige gab zu Protokoll, dass er mit der Bahn eigentlich nach Berlin fahren wollte. Weil er allerdings kein Ticket hatte, wurde er nicht mitgenommen. Daraufhin sprang er von der Bahnsteigkante ins Gleisbett, spazierte anschließend zwischen den Gleisen den eigenen Angaben nach fünf Minuten zurück in Richtung Zgorzelec (Polen). Erst, als er das Warnsignal des herannahenden Zuges hörte, ging er beiseite.

Wenngleich sich der Bürger später für sein Fehlverhalten entschuldigte, wird die Abkürzung möglicherweise Konsequenzen für ihn haben. Die Bundespolizei ermittelt schließlich wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr.

Erst am Montagabend hatte sich ein ähnlicher Fall ereignet. Dabei hatte in Görlitz-Rauschwalde, Nähe Haltepunkt, ein 61-Jähriger die Gleise unbefugt überquert und dadurch ebenfalls eine Gefahrenbremsung notwendig gemacht. Der unter dem Einfluss von Alkohol stehende Dresdener erklärte, dass er Pilze gesammelt habe und im letzten Moment den Zug in Richtung Landeshauptstadt erreichen wollte. Auch er wurde angezeigt.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf Pressesprecher Michael Engler Telefon: 0 35 81 - 3626-6110 E-Mail: bpoli.ludwigsdorf.presse@polizei.bund.de www.bundespolizei.de

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf


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