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"Falsche Polizeibeamte": Langenfelder Ehepaar um fünfstellige Bargeldsumme betrogen - Langenfeld - 2110062

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Mettmann (ots) -

Leider ist es im Kreis Mettmann erneut zu einem vollendeten Trickbetrug durch so genannte "Falsche Polizeibeamte" gekommen. Am Montag (11. Oktober) haben Trickbetrüger ein Ehepaar (81 und 78 Jahre alt) aus Langenfeld um Bargeld im Wert von mehr als 20.000 Euro gebracht. Diesen Vorfall nimmt die Kreispolizeibehörde Mettmann erneut zum Anlass, um zum wiederholten Male eindringlich vor den Maschen von Trickbetrügern zu warnen.

Folgendes war im konkreten Fall in Langenfeld passiert:

Gegen 19 Uhr klingelte das Telefon bei dem 81-jährigen Langenfelder. Es meldete sich ein Mann, der angab, Beamter bei der Kriminalpolizei der Kreispolizeibehörde zu sein. Man habe im Umfeld der Wohnanschrift des Ehepaares Einbrecher festgenommen, bei denen man einen Zettel sichergestellt sei, auf dem die Adresse des Paares verzeichnet sei. Da noch Komplizen des Einbrecherduos auf freiem Fuße seien, sei die Gefahr groß, dass auch in naher Zukunft bei ihnen eingebrochen werden könnte. Daher sei es nun sicherer, wenn das Paar seine Wertgegenstände und sein Bargeld zusammenpacke, um dies in die "sichere Verwahrung" der Polizei zu geben. Durch geschickte Gesprächsführung setzte der Anrufer den 81-Jährigen derart unter Druck, dass er am nächsten Tag zu seiner Bank ging und dort mehr als 20.000 Euro abhob.

Am Dienstag (12. Oktober 2021) erfolgte dann der Übergabetermin an dem Haus des Paares in einem Immigrather Wohngebiet. Als der 81-Jährige am Abend dann bei der Langenfelder Polizeiwache anrief, um sich mit dem vermeintlichen Kriminalbeamten verbinden zu lassen, flog der Schwindel auf.

Der Geldabholer wird beschrieben als Mann mitteleuropäischen Aussehens. Er war etwa 30 Jahre alt, hatte blonde Haare, war circa 1,70 bis 1,75 Meter groß und sprach akzentfreies Deutsch.

Die Polizei warnt eindringlich:

Egal ob am Telefon oder direkt an der Haustür: Trickbetrüger geben sich als vermeintlich echte Polizeibeamte aus, um sich so das Vertrauen meist älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu erschleichen. Oft tischen Sie ihren Opfern dabei dieselben "Lügenmärchen" auf: Man habe in der Nachbarschaft Einbrecher festgenommen, bei denen man einen Zettel mit weiteren potenziellen Einbruchszielen sichergestellt habe. Auf diesem Zettel sei auch die Adresse der betreffenden Seniorin / des betreffenden Seniors vermerkt. Da noch weitere Komplizen der Festgenommen auf freiem Fuße seien, sei es nun ratsam, die sich in der Wohnung befindlichen Wertgegenstände zur sicheren Verwahrung in die Hände der Polizei zu geben, bis diese die Straftäter festgenommen habe und die Gefahr vorüber sei.

Die echte Polizei stellt klar:

Die Polizei wird Sie niemals über Ihre Vermögensverhältnisse ausfragen oder gar Bargeld oder sonstige Wertgegenstände in eine vermeintliche "sichere Verwahrung" nehmen. Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, legen Sie einfach auf! Ähnlich gilt es auch für unangekündigte Hausbesuche: Die Polizei wird Sie niemals zu Hause aufsuchen, und Zugang zu Ihrer Wohnung verlangen. Rufen Sie in einem solchen Fall die echte Polizei von ihrem eigenen Haustelefon unter der 110 an! Öffnen Sie keinesfalls die Tür!

Rückfragen von Medienvertretern/Journalisten bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann - Polizeipressestelle - Adalbert-Bach-Platz 1 40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010 Telefax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de

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